Eine potentielle Erweiterung der Europäischen Union um Norwegen, Island und Grönland stößt bei einer Mehrheit der Österreicher:innen auf Zustimmung. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle, österreichweite Umfrage der Österreichischen Gesellschaft für Europapolitik (ÖGfE).
62 Prozent der Befragten geben darin an, dass sie es begrüßen würden, wenn Norwegen Mitglied der Europäischen Union werden würde. 9 Prozent würden sich dagegen aussprechen, 24 Prozent wäre es, nach eigener Aussage nach, „egal“. (*Rest auf 100 Prozent „weiß nicht / keine Angabe“).
Im Fall von Island würden 57 Prozent eine EU-Mitgliedschaft des Landes unterstützen, 8 Prozent zeigen sich ablehnend, 28 Prozent indifferent.
Dass Grönland Teil der EU würde, befürworten 49 Prozent der Befragten. 11 Prozent würden dies nicht gutheißen, 32 Prozent wäre es egal.
Das Stimmungsbild zu einer Nord-Erweiterung erweist sich damit um einiges positiver, als dies für die Länder des Westbalkans und Süd-(osteuropas) der Fall ist. Laut einer Umfrage der ÖGfE von März 2024 wurde keines der potentiellen Beitrittsländer von den Österreicher:innen mehrheitlich als Neuzugang in der EU begrüßt, wobei eine Mitgliedschaft von Bosnien-Herzegowina noch am ehesten (25 Prozent), jene der Türkei jedoch am wenigsten befürwortet wird (6 Prozent).
Hintergrund:
Die aktuelle Umfrage wurde von market von 23. bis 24. März 2026 im Auftrag der ÖGfE durchgeführt. Befragt wurden österreichweit 1000 Personen online, österreichische Bevölkerung, 16 bis 80 Jahre, repräsentativ für Alter, Geschlecht, Region und Bildung. Maximale statistische Schwankungsbreite +/- 3,16 Prozent. Differenz auf 100 Prozent aufgrund gerundeter Werte. Fehlende Werte auf 100 Prozent = „weiß nicht / keine Angabe“.
